Deutsch

Leseförderung – Lesen leicht gemacht

Lesen als zentrale Schlüsselkompetenz für den Erwerb von Wissen liegt dem Klemens Maria Hofbauer Gymnasium besonders am Herzen. Deshalb absolvierten Prof. Sonja Wiesinger und Prof. Petra Buchner den einjährigen Ausbildungskurs „Leseerziehung für die Sekundarstufe I“ (1. und 2. Klasse). Unsere beiden Lesedidaktikerinnen haben sich damit Kompetenz für die Förderung von Lesefähigkeit, Leseverständnis sowie Lesemotivation erworben. In unserer Schulbibliothek finden sich zahlreiche Spiele und Unterlagen zu diesem Thema. Bei Bedarf wird ein Förderkurs abgehalten.

Legasthenie-Erlass

In jeder Schulklasse mit durchschnittlich 25 Schülerinnen und Schülern sitzt zumindest ein lese-rechtschreib-schwaches Kind. Buben sind häufiger betroffen als Mädchen. Die so genannte Legasthenie ist damit die am weitesten verbreitete Lernstörung. Sie ist für die Betroffenen mit weit reichenden Folgen verbunden, gilt doch die Beherrschung grundlegender Rechtschreibregeln als Gradmesser von Intelligenz.
Die Aufgabe der AHS liegt vor allem in den ersten Klassen darin, Schülerinnen und Schüler auf ihre Schwächen aufmerksam zu machen. Natürlich gehört es auch zu den Aufgaben eines Deutsch-Lehrers seinen Schülerinnen und Schülern Strategien und Arbeitstechniken zu vermitteln, damit diese ein ausgeprägtes Bewusstsein für Rechtschreibung entwickeln können. Die gesetzliche Grundlage dafür bietet der Legasthenie-Erlass.

  1. Förderung von Schülern/inn/en mit Lese-/Rechtschreibproblemen ohne diagnostizierte Legasthenie
    Klassen- und schulstufenübergreifender Förderunterricht kann angeboten werden. Verbesserung erfolgt durch regelmäßiges, am besten tägliches und gut strukturiertes Üben, dafür ist auch das Elternhaus mitverantwortlich.

    Leistungsbeurteilung: Die Schreibrichtigkeit stellt nur einen Punkt von vier zu berücksichtigenden Kriterien der Leistungsbeurteilung (Inhalt, Ausdruck, Sprachrichtigkeit, Schreibrichtigkeit)dar.
    Zusätzlich soll der Schüler/die Schülerin Gelegenheit zu mündlichen Prüfungen (Referate,…) bekommen, um seine/ihre Schwächen auszugleichen.
    Nur aufgrund negativer Rechtschreibleistungen darf kein Nicht genügend gegeben werden.

  2. Förderung von Schüler/inne/n mit nicht durch schwer wiegende hirnorganische Störung verursachter Legasthenie
    Diese Form der Legasthenie muss durch Schulpsychologen des Landesschulrates, durch zertifizierten Legastheniebetreuer am Schulstandort oder durch einen Psychologen und Pädagogen in einer Privatpraxis festgestellt werden. Fehler sind dann als legastheniebedingt zu berücksichtigen, wenn

    1. LRS festgestellt wurde und
    2. entsprechende laufende Bemühungen des Schülers/der Schülerinnen (z.B. selbstständiges zielgerichtetes Übern, Umgang mit Fehlerlisten oder Fehlerkartei usw.) erkennbar sind.

    Leistungsbeurteilung: Die Rechtschreibung wird beurteilt, bleibt Lehrinhalt, allerdings unter der Verpflichtung der Ausschöpfung der gesetzlich vorgesehen Möglichkeiten und der schulrechtlichen Spielräume auf der Grundlage der bestehenden Gesetze und Verordnungen (d.h. entsprechende Individualisierung), um die Schulstufe erfolgreich zu absolvieren.

  3. Förderung von Schülern/inne/n mit nachweislich vorliegender und durch schwerwiegende hirnorganische Störung verursachter Legasthenie. Diese wird einer Körperbehinderung gleichgestellt.

    Leistungsbeurteilung: Rechtschreibfehler im Fach Deutsch bzw. in Fremdsprachen sind von keiner bis entsprechend reduzierter Bedeutung. Diese Regelung kann nur angewendet werden, wenn

    1. ein Attest von einer Klinik (für Psychiatrie oder Neurologie bzw. für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters) oder eines Facharztes vorliegt und
    2. regelmäßige Bemühungen nachgewiesen werden.

Vorgangsweise bei Legasthenieverdacht durch:

  • Schulpsychologen des Landesschulrates
  • Zertifizierte Legastheniebetreuer oder
  • Psychologen und Pädagogen in ihrer Privatpraxis

Team

Dr. Petra Buchner

Deutsch, Latein, UÜ Wissenschaftliches Arbeiten

Christina Schober, BA

Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, Darstellendes Spiel

Dr. Rudolf Kampichler

Deutsch, Geschichte und Sozialkunde

MMMag. Daniela Vogt

Deutsch, Biologie, PPP
 

 

Mag. Mathilde Dentscher

Gegenstände:
Französisch, Deutsch

MMag. Sonja Wiesinger

Deutsch, Latein, Griechisch, Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung / Schulbibliothek

 

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