Redemptoristen

Klemens Maria Hofbauer

Kurzer Lebenslauf

Wer war dieser Mann, dessen Name und Geist in unserer Schule weitergetragen wird?

Mit bürgerlichem Namen hieß er Johannes Dvorak, geboren:  26. Dezember 1751 in Tasswitz, Südmähren, gestorben: 15. März 1820 in Wien.

Klemens wollte eigentlich immer Priester werden. Wegen der schlechten finanziellen Verhältnisse der Familie war es ihm jedoch nicht möglich zu studieren, so dass er Bäcker werden musste. Eine Zeit lang lebte er als Einsiedler zuerst in Österreich, dann mit Erlaubnis des Bischofs von Tivoli bei der Kapelle von Quintiliolo in der Nähe von Rom. Hier nahm er den Namen Klemens an.

Dank der Hilfe mehrerer Wohltäteriunen konnte er im Frühherbst 1783 an der Wiener Universität mit dem Theologiestudium beginnen. Dabei schloss er auch Freundschaft mit Thaddäus Hübl. Diese Beziehung sollte ein ganzes Leben lang halten.

Klemens konnte sich mit den Ideen der Aufklärung nicht anfreunden und verließ 1784 mit Hübl Wien um in Italien das Studium abzuschließen. In Rom schloss er sich mit seinem Freund dem Orden der Redemptoristen an. Er wurde zusammen mit Hübl 1785 zum Priester geweiht. Mit Hübl kehrte Klemens nach Wien zurück, um dort eine Ordensgemeinschaft der Redemptoristen zu gründen. Doch das erwies sich wegen der Gesetze Josephs II. als unmöglich. So begab er sich dann nach Warschau, wo ihm 1787 die Seelsorge an der deutschen Kirche Sankt Benno anvertraut wurde.

Hier leistete er innerhalb der nächsten 20 Jahre eine unglaubliche Aufbauarbeit. 1799 zählte die Kommune bereits 25 Patres und Brüder. Er unterhielt auch Waisenhäuser und Schulen für Buben und auch für Mädchen. Mit großem selbstlosem Einsatz gelang es Klemens seine Ordensgemeinschaft am Leben zu erhalten. Die Zahl der Kommunionen stieg in den zwanzig Jahren von jährlich 2000 auf über 140 000 an.

1808 jedoch schloss Napoleon Sankt Benno und die Mitglie- der der Gemeinschaft wurden in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Klemens gelangte schließlich mit einem Gefährten nach Wien. Dort wirkte er als Prediger und Beichtvater und begann das Evangelium neu zu verkünden. Er kümmerte sich besonders um die Armen, die Verlassenen, die Kranken und die Sterbenden. Er gründete aber auch ein Erziehungsinstitut für Jugendliche der höheren Gesellschaftsschicht und es bildete sich der sogenannte "Hofbauerkreis" dem unter anderen Klemens Brentano und Zacharias Werner angehörten. Am 15. März 1820 stirbt Klemens betend in einem fremden Haus und neben ihm gab es nur einen einzigen Redemptoristen in Wien.

Sein Leichenzug wurde zum Triumphzug. Er wurde am Romantikerfriedhof in Maria Enzersdorf begraben. Seine sterblichen Überreste wurden 1862 nach Wien in die Redemptoristenkirche Maria am Gestade überführt. 1888 wurde Klemens von Papst Leo XIII. selig gesprochen. Seine Heiligsprechung erfolgte 1909 durch Papst Pius X. und im Jahre 1914 wurde er zum Wiener Stadtpatron erklärt.

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